Wenn Ihr in der Höhe arbeitet, ist Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz für Euch Pflicht. Vorgeschrieben ist auch eine regelmäßige Überprüfung, um sicherzustellen, dass Eure Ausrüstung dauerhaft funktionsfähig bleibt. Dafür sind Sachkundige zuständig. So wie Eric Cooper, einer unserer Experten im Servicecenter.

Millimeter für Millimeter und mit voller Konzentration lässt Eric Cooper einen Gurt durch die Finger gleiten. Den hat ein Fassadenreiniger eingeschickt, er trägt ihn nahezu täglich. Jetzt steht Eric Cooper mit dem Gurt in unserer Firmenzentrale in Neuwied und untersucht den Artikel, der als Teil der Persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) im Falle eines Sturzes einen möglicherweise tödlichen Unfall verhindert. Sorgfältig achtet Eric Cooper darauf, ob das Gurtband, Beschlagteile oder Nahtbilder beschädigt sind. Ist ein Gurt abgenutzt, kann er reißen – und ein Sturz dann doch tödlich enden.

Eric Cooper hat als Zimmermann, Gerüstbauer und Dachreiniger gearbeitet, bevor er 2011 zu SKYLOTEC kam. „Mit Höhe und ihren Gefahren kenne ich mich aus“, sagt er, während er überprüft, ob rostige Stellen an Metallteilen entstanden sind oder Brandspuren erkennbar sind. Er weiß aus seinem vorherigen Job, wie wichtig voll funktionsfähiges Material ist. Und als Servicetechniker bei uns in Neuwied trägt er nun Verantwortung dafür, dass sich Beschäftige auf Dächern, Windenergieanlagen oder bei der Maschinenwartung jederzeit auf ihre Ausrüstung verlassen können. Beim Gurt des Fassadenreinigers hat Eric Cooper nichts zu beanstanden. Das trägt er in ein detailliertes Protokoll ein – und unterschreibt es. „Für die Sicherheit unterschreiben wir mit unserem Namen“, sagt Eric Cooper.


Auch Klickschnallen bei einem Gurt müssen einer Prüfung standhalten.

Experten mit Routine: Sachkundige für PSAgA

Wir, das ist das vierköpfige Team unseres Servicecenters, das Eric Cooper seit inzwischen vier Jahren leitet. Bei ihm und seinen Kollegen kommen bei SKYLOTEC täglich etliche Produkte an – von Einzelpersonen oder Unternehmen aus aller Welt, von Gurten über Seile und Verbindungsmittel bis hin zu Rettungs- und Abseilgeräten. Ausrüstung wie diese muss – so schreibt es der Gesetzgeber vor – mindestens einmal jährlich überprüft werden. Nur so lässt sich sicherstellen, dass die PSAgA dauerhaft und vollständig funktionsfähig bleibt.

Lehrgang Sachkundiger

Schon gewusst? Revisionen müssen nicht zwingend durch einen Hersteller vorgenommen werden. Wer in seinem Betrieb regelmäßig die Prüfung von PSAgA durchführen möchte, kann sich bei SKYLOTEC zum Sachkundigen für PSAgA nach DGUV-Regel 312-906 (ehemals BGR 906) ausbilden lassen. In einem zweitägigen Seminar lernt Ihr beispielsweise, Schäden an Gurten oder an Verbindungsmitteln zu erkennen und die Einsatztauglichkeit der Ausrüstung zu beurteilen. Mehr Infos dazu findet Ihr auf unserer Homepage.

Darf ein Gurt mit Gebrauchsspuren noch verwendet werden? Lässt der Zustand von Seilen oder Verbindungsmitteln noch einen sicheren Einsatz zu? Fragen wie diese können nur von Profis zuverlässig und kompetent beantwortet werden. Daher arbeiten in unserem Servicecenter Experten wie Eric Cooper, die ausgebildete Sachkundige für PSAgA sind und über langjährige Erfahrung verfügen.

Weil SKYLOTEC für nahezu jeden Anwendungsbereich ein umfangreiches Produktprogramm anbietet, variieren die zu überprüfenden Artikel von Lieferung zu Lieferung stark – und damit auch die Details, die für das Team der Servicetechniker zu bewerten sind. Der Austausch unter Spezialisten ist für Eric Cooper daher unverzichtbar: „Wir harmonieren als Team sehr gut. Wenn ich bei der Frage, ob zum Beispiel ein Gurt noch verwendet werden kann, unsicher bin, kann ich mich auf den Rat eines Kollegen zu hundert Prozent verlassen.“ In seinem Team kommt viel Wissen zusammen, teilweise arbeiten die Servicetechniker schon seit zehn oder gar 20 Jahren bei SKYLOTEC.


Eric Cooper prüft ein Höhensicherungsgerät auf seine Funktionalität.

Vier-Augen-Prinzip und gutes Gespür

„Jährlich erreichen uns mehrere Tonnen revisionspflichtiger Ware. Da entwickelt man einen wachsamen Blick und ein gutes Gespür dafür, ob die Ausrüstung noch einsatzfähig ist“, sagt Eric Cooper. Auf ein Vier-Augen-Prinzip wird deshalb aber nicht verzichtet. Hinzu kommt, dass die Produkte nicht allein einer Sichtüberprüfung unterzogen werden. „Hardware wie etwa Rettungsgeräte werden von uns auch geöffnet, um sie im Detail überprüfen zu können“, stellt der Servicetechniker klar. Sind die Artikel weiterhin einsatzfähig, senden wir sie zurück an den Kunden. Wenn dagegen etwas beschädigt ist, erhält der Kunde ein Angebot zur Reparatur. Oftmals müssen Produkte allerdings auch komplett ausgetauscht werden, weil sie allzu stark beschädigt oder abgenutzt sind


Bei der Revision führt Eric Cooper mehr als nur eine Sichtkontrolle durch.

Zwischen Abwechslung und Spannung

Gemeinsam mit den Kollegen ist Eric Cooper aber nicht nur in der Firmenzentrale in Neuwied im Einsatz. Bei Bedarf fahren die Servicetechniker auch zu unseren Kunden und führt die Revisionsarbeiten vor Ort durch. Das sorgt für Abwechslung. Für Eric Cooper ist das ein wichtiges Kriterium: „Herr Rinklake, unser Chef, hat mich einmal gefragt, wie mein Job aussehen müsste, damit ich gerne bei SKYLOTEC arbeite. Ich habe geantwortet, dass mir nie langweilig werden dürfe.“ Und das ist bis heute nicht vorgekommen.

Ablegereife

Selbst bei bester Lagerung, optimaler Pflege und regelmäßiger Prüfung kann PSAgA nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt eingesetzt werden. Zur maximalen Lebensdauer – der sogenannten Ablegereife – lautet die Empfehlung gemäß der DGUV-Regel 112-198: Gurte sollten nach bis zu acht Jahren, Seile sowie Verbindungsmittel nach bis zu sechs Jahren nicht mehr verwendet werden. Im Falle eines Sturzes muss die PSAgA sogar unmittelbar ausgetauscht werden.

Wenn er täglich Produkte überprüft, an ihnen schraubt oder Kunden berät, erlebt er ständig etwas Neues. „Dabei entwickeln wir stets neue Ideen, an welchen Stellen wir Dinge verbessern können. Auch das ist eine Herausforderung, die unseren Job spannend macht“, sagt Eric Cooper – und nimmt sich den nächsten Gurt vor, der auf seine jährliche Überprüfung wartet…